illegales Schneeballsystem

Wie ich ein illegales Schneeballsystem erkenne!

So lange es Internetgeschäfte gibt die erst richtig interessant werden in dem ich andere ebenfalls davon begeistere wird es auch die Frage geben, ist das nicht ein illegales Schneeballsystem?

Ich sage dann immer klar aber ich möchte nicht allein ins Gefängnis gehen deshalb frage ich mal ob Du nicht mitkommen willst.

Aber Scherz beiseite, nachfolgend meine Erklärung wie Sie ein illegales System von einem legalen Geschäft unterscheiden.

Stellen Sie sich vor, Sie würden jeden Tag beim Zeitschriftenhändler von nebenan Ihre Zeitung mit den 4 großen Buchstaben kaufen und eine Tasse Kaffee. Die Zeitung sind druckfrisch, und Du kannst es kaum abwarten die Berichte zu lesen und genüsslich den Kaffee zu genießen.

Die Zeitung und der Kaffe sind so genial, dass du den Zeitschriftenhändler allen Freunden, Bekannten, Kollegen und Geschäftspartnern weiterempfiehlst. Doch diese möchten nicht nur die BILD lesen und Kaffe trinken. Sie kaufen auch den Spiegel, den Fokos, ja sogar die Bücher die angeboten werden. Oder sie bestellen den wöchentlichen Lesezirkel im Abo.

Deine Freunde sind ebenso wie du begeistert und erzählen es auch weiter. Nun sagt der Zeitschriftenhändler eines Tages zu dir: „Danke! Wenn du nicht gewesen wärst, wäre ich mit meinem Zeitschriftenladen niemals so erfolgreich geworden. Durch Dich habe ich neue Kunden gewonnen und verdiene viel, viel mehr.

Für jeden Einkauf, den Deine Freunde machen, gebe ich dir von nun an 10% von deren Umsätzen ab. Und so lange du weiter Deine Zeitschriften bei mir einkaufst, beteilige ich dich auch am Gesamtumsatz meines Zeitschriftenladens.“

Der Zeitschriftenhändler verkauft  Produkte und motiviert seine Stammkunden dazu, ihn gerne weiterzuempfehlen.

Ist das etwa ein Schneeballsystem?

Müssen bald alle Zeitschriftenhändler dieser Welt verboten werden, wenn sie ihre Stammkunden belohnen?

Ich habe mich zum Beispiel etwas näher mit My Advertising Pays beschäftigt, hier kann man zum Zeitschriftenhändlerbeispiel sicher Parallelen erkennen.

Wie funktioniert das System bei folgendem Internetgeschäft nun genau?

Werbung. Wer kennt das nicht? Du verwendest die Suchmaschine Google und die ersten Einträge was vielen noch gar nicht bewust ist, sind direkt Werbeanzeigen.

Klickst Du nun eine der Seiten aus dem Suchergebniss an, die Dich interessiert, erscheinen am Rand mal kleinere, mal größere Werbebanner. Nebenbei öffnet sich vielleicht noch ein PopUp Fenster mit einem Werbespot.

Wer zahlt nun dafür, dass diese Werbung angezeigt wird? Selbstverständlich Firmen, die etwas verkaufen möchten (z.B. Amazon). Aber warum zahlen die dafür?
Klar, weil mehr Leute ihre Produkte kaufen.
Und an wen bezahlt Amazon? An den Betreiber der Werbeplattform.

Werbung ist ein reales Produkt, für das jede Firma Geld ausgibt.

Kennst du die zwei größten Werbeplattformen im Internet?

Es sind natürlich Google und Facebook. Google erzielte 50,58 Milliarden4 US-Dollar im Jahr 2013 durch Werbeeinnahmen. Zum Vergleich: Von diesem Geld könnte man sich sicher einige schöne Häuschen mit Pool kaufen.

Wie geil wäre es, wenn man an diesen Werbeeinnahmen beteiligt wäre – selbst wenn nur ein einziges dieser Häuschen mit Pool dabei abfallen würde?

Statistik: Höhe der Werbeumsätze von Google von 2001 bis 2013 (in Milliarden US-Dollar) | Statista
Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

 

 

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